3D-Modell eines Wohnungsbaus umgeben von Grünfläche und Bäumen

Case Study

GEWOBA schafft unternehmensweite Datentransparenz mit einem zentralen GeoPortal

GEWOBA

Spürbare Arbeitserleichterung
Schnellere Entscheidungsfindung
Reduzierung von Planungsrisiken

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Über die GEWOBA

Die GEWOBA ist das größte Wohnungsunternehmen in Bremen. 2024 feierte sie ihr 100-jähriges Bestehen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum. Mit ihrem sozialen und nachhaltigen Engagement schafft und erhält sie lebenswerte Quartiere.

Der Großteil des Wohnungsbestandes wurde in den Nachkriegsjahren erbaut und zeichnet sich durch den typischen Charakter von Großwohnsiedlungen aus. Seit 2012 hat die GEWOBA ihre Neubautätigkeit wieder intensiviert und seitdem über 2.000 neue Wohnungen geschaffen. 

Das Geoinformationssystem ist in der Abteilung Stadt- und Quartiersentwicklung angesiedelt.  

Standorte: Die GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen besitzt 43.500 Wohnungen. Diese verteilen sich auf die Städte Bremen, Bremerhaven und Oldenburg (Oldb). Der Unternehmenssitz liegt in der Stadt Bremen.

Branche: Wohnungsunternehmen, Wohnungsverwaltung und -bau, Immobilien-Dienstleistungen

Mitarbeitende: über 560 Mitarbeitende

Die Aufgabe

Durch die stetig anwachsende Menge relevanter Daten – sowohl intern als auch aus externen Quellen – wurden neue Bedarfe abgeleitet. Diese Informationen sollten bekannter und zugänglicher gemacht als auch detaillierter ausgewertet werden. Zudem fehlte häufig ein Verständnis für den Mehrwert räumlicher Daten und deren Nutzungsmöglichkeiten.

Die Hypothese war, dass diese Informationen ein breites Spektrum an Aufgaben und Prozessen im Unternehmen vereinfachen und deren Ergebnisse qualitativ aufwerten können.

Um dieses unausgeschöpfte Potenzial an Datenmengen zu nutzen, wurde das hausinterne GIS um ein Frontend – das GEWOBA GeoPortal – erweitert. So konnte ein wichtiger Beitrag zur unternehmensweiten Datentransparenz geliefert werden.

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Die Lösung

Das Geoinformationssystem wurde unter Verwendung von ArcMap und ArcGIS Enterprise bereits 2015 bei der GEWOBA eingeführt. Bis 2023 beschränkte sich die Bereitstellung von räumlichen Informationen jedoch zunächst auf wenige, speziell auf einzelne Mitarbeiter:innen zugeschnittene Web-Anwendungen, die per Direktlink geteilt wurden. Parallel fand ein Großteil der Informationsbereitstellung mit PDF-Erzeugnissen aus ArcMap statt.

Nachdem die Herausforderung isolierter Datensilos deutlicher wurden und die Mengen an verfügbaren Geodaten kontinuierlich anstieg, begann die Planung eines unternehmenseigenen GeoPortals.

Die zweijährige Planungs- und Entwicklungsphase lief parallel zum Tagesgeschäft und mündete in der Veröffentlichung des GEWOBA GeoPortals im März 2023. Dieses wird seitdem von zwei GIS-Administratoren betreut.

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Startseite des GEWOBA GeoPortals mit intuitiver Benutzerführung und direktem Zugriff auf die drei meistgenutzten Suchfunktionen, deren Ergebnisse in einer ArcGIS Experience zurückgegeben werden.

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Das GEWOBA GeoPortal verfolgt einen bewusst nutzerzentrierten Ansatz: Statt einer komplexen Gesamtlösung wurde eine modulare Plattform aus themenspezifischen Anwendungen entwickelt, die von den GIS-Administratoren speziell für ihre jeweiligen Zwecke zugeschnitten wurden. Diese sogenannten GeoStories kombinieren Karten, Daten, Erläuterungen und interaktive Funktionen zu klar abgegrenzten Anwendungsfällen.

Neben den GeoStories bilden das Datenregister und der Persönliche Bereich die drei großen Komponenten des GeoPortals. Im Datenregister werden alle im GeoPortal verwendeten Datensätze und Webanwendungen mittels eines ArcGIS Enterprise Site Katalogs inventarisiert.

Der Persönliche Bereich beinhaltet GeoStories, die nicht im unternehmensweiten Bereich dargestellt werden. Über die Gruppen- und Rechtverwaltung von ArcGIS Enterprise wird die Anzeige dieser speziellen GeoStories gesteuert. Jeder Nutzer und jede Nutzerin bekommt im persönlichen Bereich genau die Webanwendungen angezeigt, die für ihn oder sie freigeschaltet sind.

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Thematisch gruppierte Darstellung der GeoStories.

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Da viele Mitarbeiter:innen der GEWOBA keine oder nur wenig Erfahrung im Umgang mit Geodaten und kartografischen Webanwendungen hatten, lag ein Schwerpunkt immer auf der intuitiven Bedienung und einer möglichst leichten Verständlichkeit der Inhalte. Nach der Devise „So viel nötig, so reduziert wie möglich“ enthält keine einzelne Anwendung alle verfügbaren Daten oder Werkzeuge, sondern nur diejenigen, die für den Kontext dieses Themas relevant sind.

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GeoStory „Kaufmännische Daten auf Wohnungsebene“, in der berechtigte Kolleg:innen Live-Daten aus SAP in selbst definierten, räumlichen Abgrenzungen aggregieren und exportieren können.

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Kundenstimme

"Das GeoPortal macht unsere Wohnungsbestände und Investitionsprioritäten räumlich sichtbar – ohne komplexe Tabellen. So erkennen wir beispielsweise auf einen Blick energetische Sanierungsbedarfe und die Einbindung geplanter Neubauten in die bestehende Stadtstruktur. Das beschleunigt Entscheidungen und reduziert Planungsrisiken."

Michael Schreiber
Mitarbeiter in der Unternehmenssteuerung, GEWOBA

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Beispiele aus dem GeoPortal

Die GeoStory Liegenschaftskataster ergänzt die bisher rein tabellenbasierte Arbeit der Abteilung Liegenschaftsmanagement um eine visuelle, räumliche Perspektive. Die Rohdaten werden einmal jährlich von den zuständigen Landesvermessungsämtern bezogen. Anschließend werden sie mit Fachinformationen und Kennzahlen – etwa zur Versiegelung oder zum Bebauungsgrad – angereichert und im Unternehmen bereitgestellt. Zwischen den jährlichen Aktualisierungen werden die Daten intern fortgeschrieben.

Im Baumkataster werden Fachdaten per SQL aus dem Ursprungssystem für die Baumpflege eingebunden und kartografisch dargestellt. Obwohl im Ursprungssystem bereits Geokoordinaten zu jedem Baum hinterlegt werden, fehlen dort eine kartografische Darstellung und räumliche Werkzeuge zur Auswertung und Betrachtung. Die Visualisierung im GeoPortal weist auf einen Blick Bäume mit dringendem Handlungsbedarf aus, macht Cluster verschiedener Fachthemen sichtbar und bietet die Möglichkeit, individuelle Auflistungen und Berichte zu exportieren.

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GeoStory „Baumkataster“ mit Darstellung von Bäumen und Fachdaten, die über eine SQL-Anbindung automatisiert aus dem Ursprungssystem aktualisiert werden.

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Nah am Baumkataster agiert auch die GeoStory Grünflächenkartierung, bei der die hauseigenen Grün- und Baumpfleger besondere und biodiverse Flächen im Bestand anhand von Ortskenntnissen und Orthophotos, direkt im GeoPortal kartieren und so ihre eigenen Datensätze schaffen.

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GeoStory „Grünflächenkartierung“, in der Grün- und Baumpfleger:innen über das Bearbeiten-Widget biodiverse Flächen kartieren und ihren eigenen Geodatensatz pflegen.

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Die GeoStories Kaufmännische Daten greifen im Nachtdurchlauf per SQL auf Wohnungs- und Mieterdaten aus SAP zu. Diese werden auf verschiedenen räumlichen Ebenen – etwa Wohnung, Gebäude oder Stadtteil – dargestellt und ermöglichen durch Widgets auch individuelle Auswertungen. Während sich komplette Gebäudekörper zweidimensional darstellen lassen, kann der Nutzungsmix innerhalb eines Gebäudes in dieser Darstellung bereits untergehen. Im konkreten Beispiel formuliert, werden in der Draufsicht Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss durch Wohnungen im Obergeschoss verdeckt. Dieses Beispiel verdeutlicht den Bedarf an einem dreidimensionalen Bestandsmodell.

Zukünftig bietet das GeoPortal auch die Möglichkeit, die Gebäude- und Wohnungsbestände in 3D darzustellen, anzusteuern und auszuwerten. Für ausgewählte Bestände wurden von der Fachabteilung „Technisches Gebäudemanagement“ IFC-Modelle aus originalen Bauplänen und Punktwolken gezeichnet. Diese IFC-Modelle werden mittels eines FME-Prozesses in Multipatch-Features konvertiert. Sie stellen zum einen die Gebäudehülle als auch ein dreidimensionales Raummodell aller Wohnungen dar. Anschließend werden sie mit Fachdaten angereichert und über das GeoPortal in 3D-Szenen bereitgestellt.

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Geplante Erweiterung: 3D-Gebäudemodelle zur Visualisierung der Bestände im Quartier sowie darauf aufbauende Raummodelle zur Darstellung verknüpfter Fachdaten.

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Die Erfolge

Die Nutzungszahlen der einzelnen Experiences und Dashboards zeigen, dass sich das GeoPortal als zentrales Werkzeug etabliert hat: Bei über 500 Mitarbeitenden wird das GeoPortal im Durchschnitt rund 40-mal pro Tag aufgerufen.

Neben dieser quantitativen Betrachtung ist auch das qualitative Feedback von großer Bedeutung: Viele Kolleg:innen berichten von einer spürbaren Arbeitserleichterung und schnelleren Entscheidungsfindung – sowohl im Tagesgeschäft als auch bei Sonderprojekten.

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Kundenstimme

"Das GeoPortal ist inzwischen zu einem unverzichtbaren System in unserem Haus geworden."

Manfred Corbach
Mitglied des Vorstands, GEWOBA

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Esri Technologie im Einsatz

Den Kern des GIS bei der GEWOBA bildet ArcGIS Enterprise als Single Machine Deployment auf einem Server im Haus. Die Geodaten liegen auf einem angedockten Laufwerk. Portal for ArcGIS wird lediglich von den beiden GIS-Administratoren zur Verwaltung der Inhalte, Lizenzen und User verwendet. Die WebMaps, Scenes, Experiences und Dashboards werden in ein selbst entwickeltes Frontend eingebettet, welches über den IIS des o.g. Servers bereitgestellt wird. Lokal wird von den GIS-Administratoren ArcGIS Pro eingesetzt, um Analysen, Auswertungen und das Geodatenmanagement durchzuführen.

Wichtige Erweiterungen sind dabei der Network Analyst, um Erreichbarkeiten von Infrastrukturen wie Supermärkten oder Mobilitätsangeboten zu untersuchen, der Spatial Analyst zur Verarbeitung von Klimaanalysedaten im Rasterformat und die Data Interoperability für den Import von verschiedenen BIM- und LoD-Modellen.

Die Ergebnisse der lokalen Arbeit werden anschließend im Portal freigegeben und je nach Berechtigungsstufe für einige oder alle Mitarbeitenden zugänglich gemacht.

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Kundenstimme

"Das ständige Lernen und Experimentieren mit Daten durch das Team erweitert die Potenziale des Geoinformationssystems der GEWOBA exponentiell. Die entstehenden neuen Perspektiven ermöglichen höherwertigere Stammdaten. Damit gewinnt das GIS auch bei der präzisen Steuerung komplexer Prozesse eine bedeutende Rolle."


Jörn Ehmke
Abteilungsleitung der Stadt- und Quartiersentwicklung, GEWOBA

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Zusammenfassung

Mit dem GeoPortal ist eine zentrale Plattform entstanden, die räumliche Daten unternehmensweit verfügbar macht, Silos aufbricht und sowohl im Tagesgeschäft als auch bei Sonderprojekten als Grundlage für fundierte Entscheidungen dient.

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Kontakt

GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen 

Rembertiring 27
28195 Bremen

Julian Riemann

Tel. 0421 3672 205
riemann@gewoba.de

www.gewoba.de

 

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