ESRI Sommercamp 2009 Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Strand und Salzwiesen erkunden
Im Rahmen des ESRI Sommercamps 2009 erlebten 16 Schüler sowie eine Lehrerin vom Christian Dietrich Grabbe Gymnasium aus Detmold eine ereignisreiche Woche rund ums Watt mit Basisstation in der DJH Tönning. Programm und Betreuung lagen in den Händen von Ingo Scholz, Markus Herzog (con terra Münster) und Berend Rüggeberg (Praktikant ESRI Hannover) mit tatkräftiger Unterstützung von Jörn Kohlus und Bärbel Eisenblätter seitens der Nationalparkverwaltung.

Nach einer Stadterkundung mit Fischbrötchen am Montag Nachmittag gab Jörn Kohlus eine Einführung zum Nationalpark Wattenmeer, bevor die Schüler mir ArcPad und GPS erste praktische Erfahrungen für den folgenden Geländetag sammeln konnten.
Am Dienstag ging es dann bei bestem Wetter per Fahrrad zum Einmessen des aktuellen Verlaufs der Salzwiesenkante nach St. Peter Böhl. Die Strecke entlang der Außendeiche bot reichlich Gelegenheit für interessante Einblicke in die Salzwiesenvegetation und die erstaunlichen Lebensformen im Watt.
Der Nachmittag lockte zunächst einige Schüler über den endlos scheinenden Strand von St. Peter in die kühlenden Wellen der Nordsee, bevor die Salzwiese mit Hilfe von ArcPad und GPS digital erfasst wurde.
Die gewonnenen Daten wurden am Mittwoch mit Hilfe von ArcMap ausgewertet, um die Veränderung der Salzwiesenfläche über mehrere Jahre aufzuzeigen und in einer Karte zu visualisieren.
Anschließend wurden die vorherrschenden Vegetationstypen der Salzwiese in Bezug zur Exposition ihres Lebensraumes gesetzt und so die auf kleinstem Raum vorhandenen Anpassungen an Feuchtigkeit und Salzgehalt heraus gestellt.
Der Nachmittag stand im Zeichen des Multimar Wattforums in Tönning. Hier findet sich die Naturvielfalt von Meer und Küste in anschaulichen Modellen, und zu jedem Exponat wusste Bärbel Eisenblätter vom Nationalpark eine wissenswerte Geschichten zu erzählen.
Die freie Zeit fand auch ihr Forum: Bereits zu Beginn ihres Aufenthalts hatten die Schüler die eigentliche Attraktion Tönnings ausgemacht – und so verbrachten sie ihre Abende im Schlick der Eidermündung, was Ihnen augenscheinlich viel Spaß bereitete.

Am Donnerstag wurden die GIS-Aufgaben fertig gestellt und die Abschlusspräsentationen vorbereitet. Eine mittägliche Kutterfahrt entlang der Seehundbänke zum Eidersperrwerk bot willkommene Abwechslung, und ein wissenschaftlicher Blick in das Wasserlabor des Umweltstudienplatzes der JH ließ für alle das Spektrum Watt in bisher unbekanntem Licht erscheinen. Abgerundet wurden die Geschehnisse am Abend mit einem gemeinsamen Abschlussgrillen.
Der Freitag stand im Zeichen der Gruppen-Vorträge, in denen die Schüler neben ihrem zentralen ArcGIS-Projekt auch ihre Eindrücke der Camp-Woche dem Auditorium präsentierten. Besonders das mobile Arbeiten mit ArcPad und GPS fand den Gefallen der Sommercampler wie auch das hautnahe Erfahren von Watt und Schlamm.
Mit vielen neuen und auch unerwarteten Impressionen im Gepäck machten sich die Schüler am Nachmittag auf den Heimweg nach Detmold.
Eine Auswahl erstellter Karten:
Eine Auswahl erstellter Präsentationen:
Artikel in der Presse:
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